M miteinander
leben lernen
E eigenständig und selbstverantwortlich
handeln lernen
G große und kleine Talente
finden und fördern
Schulprogramm
Juni 2009
1. überarbeitete Fassung Juli 2011
Inhaltsverzeichnis
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Seite
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Vorwort
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4
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1.
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Wer wir sind
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4
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1.1
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Leitlinien
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4
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1.2
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Innerschulische Strukturen
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6
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2.
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Unterrichtliche Besonderheiten
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7
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2.1
|
Unterrichtszeiten
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7
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2.2
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Wahlpflichtbereich
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7
|
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2.3
|
Fachleistungsdifferenzierung
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7
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2.4
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Fremdsprachenangebote
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8
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2.5
|
Ergänzungsband
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8
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2.6
|
Berufsorientierung
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9
|
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2.6.1
|
Bausteine zur Studien- und Berufswahlorientierung
Sekundarstufe II
|
9
|
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2.6.2
|
Übersicht: Module der
Berufsorientierung in der
Sekundarstufe I
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10
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2.7
|
Oberstufenprofil
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11
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3.
|
Fachübergreifende Projekte und Module
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11
|
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3.1
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Klassenwoche
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11
|
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3.2
|
Projektwoche
|
12
|
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3.3
|
Methodentraining
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12
|
|
3.4
|
Teamtage
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14
|
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4.
|
Fördern und Fordern
|
13
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4.1
|
Übersicht Förderkonzept
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14
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4.2
|
Soziales Lernen
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15
|
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4.2.1
|
Klassenlehrerprinzip
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16
|
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4.2.2
|
Projekt „Soziales Lernen“
|
16
|
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4.2.3
|
Tischgruppentraining
|
16
|
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4.2.4
|
Gewaltprävention
|
16
|
|
4.2.5
|
Einstiegspatenschaften und Streitschlichtung
|
18
|
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4.3
|
Fachbezogene Förderkurse
|
18
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|
4.4
|
Fachübergreifender und fachunabhängiger Förderunterricht
|
19
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4.5
|
Deutsch als Zweitsprache
|
19
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4.6
|
Ergänzungsband
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19
|
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4.7
|
Qualifikationskurs zum Übergang in die Oberstufe
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19
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4.8
|
Fremdsprachenförderung
|
19
|
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4.9
|
Zertifikatskurse
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20
|
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5.
|
Beratungsangebote
|
20
|
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5.1
|
Beratungsteams für
Jahrgang 5 bis 7 und Jahrgang 8 bis 10
|
21
|
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5.2
|
Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung
|
21
|
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6.
|
Kooperationen
|
21
|
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6.1
|
Arbeiten in Teams und Arbeitskreisen
|
22
|
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6.2
|
Schülervertretung
|
22
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|
6.3
|
Zusammenarbeit mit den Eltern
|
23
|
|
6.4
|
Förderverein
|
23
|
|
6.5
|
Vernetzung mit anderen Schulen
|
24
|
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6.6
|
Außerschulische Partner
|
24
|
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|
7.
|
Leben in der Schule
|
25
|
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7.1
|
Schülerhilfe
|
25
|
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7.2
|
Arbeitsgemeinschaften und Clubs
|
26
|
|
7.3
|
Freiarbeit
|
26
|
|
7.4
|
Schulbibliothek
|
26
|
|
7.5
|
Pausengestaltung
|
26
|
|
7.6
|
Mensa
|
27
|
|
7.7
|
MaxKultur
|
27
|
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8.
|
Ausblick – Arbeitsschwerpunkte
|
27
|
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Vorwort
Mit
der Errichtung der Gesamtschule Bocklemünd im Jahr 1981 wurde das Pädagogische
Konzept grundgelegt. Die Erstfassung des Schulprogramms wurde von der
Schulkonferenz am 27. Mai 1999 verabschiedet. Seitdem findet eine
kontinuierliche Fortentwicklung statt.
Die zuletzt vorgelegte
schriftliche Überarbeitung des Schulprogramms stammt aus dem Jahr 2005. Das vorliegende Schulprogramm stellt die nächste Etappe dar.
Es dokumentiert zum einen den
derzeitigen Stand der Gestaltung des
Schullebens, zum anderen zeigt es Entwicklungslinien auf.
Dieses Schulprogramm soll einen Überblick vermitteln, den roten Faden
verdeutlichen und Vernetzungen erkennbar machen
Detailliertere Informationen zu
einzelnen Punkten können Interessierte über die Homepage der Schule abrufen
(www.max-ernst-gesamtschule-koeln.de).
Hinweis:
Im Folgenden wird auf die geschlechterspezifische Verwendung einzelner
Begriffe aus Gründen der Lesbarkeit weitgehend verzichtet. Selbstverständlich
sind stets beide Geschlechter gemeint und angesprochen.
1. Wer wir sind
Seit
ihrer Gründung ist
unsere Schule – die
Max-Ernst-Gesamtschule -
M
E
G
fester Bestandteil der Kölner Schullandschaft im Nord-Westen der Stadt;
hier leben und arbeiten fast tausend Menschen miteinander: Schülerinnen und
Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der
Verwaltung.
1.1 Leitlinien und Selbstverständnis
M – miteinander leben lernen
Der Buchstabe
„M“ steht für das Grundverständnis der Gesamtschule, dass Menschen das
Miteinander - Leben nur miteinander lernen können
Es geht darum,
Verschiedenartigkeit kennen zu lernen und dabei die Einzigartigkeit jedes
Menschen im Miteinander zu respektieren.
Unsere
Schülerschaft kommt aus verschiedenen Stadteilen Kölns und den umliegenden
Gemeinden. Verschiedenartigkeit besteht im Hinblick auf Herkunft, Begabungen,
Interessen, Leistungsvermögen und die
Individualität jedes einzelnen.
Diese Vielfalt spiegelt sich in der bewusst heterogenen Zusammensetzung der
Klassen und der einzelnen Tischgruppen wider.
Funktionieren
kann eine solche Gemeinschaft nur, wenn sich alle auf gemeinsame Regeln des friedlichen Zusammenlebens und respektvollen Miteinander-
Umgehens verständigen.
Lehrer und Schüler müssen sich des gemeinsamen Grundverständnisses dieser
Regeln und möglicher Konsequenzen bei
Verstößen immer wieder neu vergewissern.
Unsere Schule
sieht sich in enger Zusammenarbeit mit dem Elternhaus ihrem Erziehungsauftrag verpflichtet.
E – eigenständig und selbstverantwortlich
handeln lernen
Unser Ziel ist
es, Schülern Hilfen zu geben, damit sie den lebenslangen Prozess des Lernens zunehmend
eigenständig gestalten und steuern können.
Sie werden
darin unterstützt, Verantwortung für
das eigene Tun zu übernehmen und
dies durch aktive Beteiligung am Schulleben zu verwirklichen.
Erziehung zur
Eigenständigkeit geschieht durch Wahlmöglichkeiten. In einer Ganztagsschule entscheiden
Schüler über ihren Kurs im Wahlpflichtbereich, über Arbeitsgemeinschaften
und Clubs, Zertifikatskurse und die Gestaltung der Freiarbeit.
Dieser Prozess
wird in besonderer Weise durch die beiden Klassenlehrer, die Schülerhilfe und die unterschiedlichen
Beratungsteams der Schule begleitet.
Das nötige
Instrumentarium zur Steuerung des eigenen Lernens wird nicht nur im Fachunterricht, sondern auch in fachübergreifenden
/ fächerverbindenden Projekten und Modulen vermittelt, die fachliches
und methodisches Lernen und die Stärkung der Persönlichkeit zum Ziel haben.
G – große und kleine Talente finden und
fördern
Ein weiteres Ziel unserer Schule ist
es, alle Schüler darin zu unterstützen,
den Schulabschluss zu
erlangen, der ihren Fähigkeiten entspricht.
Fördern und
Fordern stellen dabei einen Schwerpunkt unserer Arbeit dar.
Es geht darum,
Schwächen und Stärken zu erkennen, zu fördern und auch zu fordern.
Der Name unserer Schule, Max Ernst, bringt einen Schwerpunkt des pädagogischen Konzepts zum Ausdruck: Kinder und Jugendliche
sollen lernen, nicht nur durch Zahlen, Wörter und Begriffe die Welt zu
begreifen. Künstlerische Betätigung im weitesten Sinne kann Reales spielerisch
umdeuten und verfremden und so Wirklichkeit wahrnehmen lassen. Nicht nur Logik und Rationalität, sondern auch
Kreativität, Gefühl, Phantasie und Witz sind wichtige „Lebenstechniken”.
Problemlösendes Denken wird damit wesentlich unterstützt.
1.2 Innerschulische Strukturen
Dezentrale Gliederung
Die Schule ist dezentral gegliedert, um den jeweiligen Bedingungen der
Altersstufen besser gerecht werden zu können. So können viele Entscheidungen vor Ort praxisgerechter getroffen
werden.
Die einzelnen Jahrgangsstufen –
vier Parallelklassen sowie das Lehrerteam - bilden eine pädagogische
Einheit. Sie sind räumlich so untergebracht, dass die Schüler sich über die Klasse hinaus immer wieder in ihrer
Jahrgangsstufe als Großgruppe erfahren können. Schüler und Lehrer haben damit einen gemeinsamen Bereich, der
überschaubar ist und in dem Verantwortung getragen werden kann.
Darüber hinaus arbeiten die Klassen a/b und c/d durch übergreifenden
Lehrereinsatz möglichst eng zusammen.
Um den Schüler einen stabilen
Beziehungsrahmen zu bieten, leiten bis einschließlich der Jahrgangsstufe 11
jeweils zwei Lehrer gemeinsam die Klasse. Sie sind mit möglichst vielen Stunden in ihrer Klasse tätig. Zunehmendes Alter und äußere
Differenzierung nach Leistung und Neigung
erweitern diesen Bezugsrahmen stetig. Die Gliederung in kleinere,
überschaubare Einheiten setzt sich in den Klassen der Sekundarstufe I mit den Tischgruppen fort. Innerhalb dieser
Kleingruppen werden Maßnahmen der inneren Differenzierung und des sozialen
Lernens miteinander verbunden.
Kooperation
Die Gliederung der Schule in Jahrgänge erfordert eine enge Zusammenarbeit
der Lehrer sowohl auf
Fachgruppen- als auch Jahrgangsebene in folgenden Bereichen:
-
Planung und Auswertung des Unterrichts
-
Erstellung von Klassenarbeiten, Leistungsbewertung
-
pädagogische Absprachen
-
Gestaltung der Freizeit durch Arbeitsgemeinschaften, Clubs und
besondere Freizeitvorhaben.
Jeder Lehrer gehört dem
Jahrgangsteam an, in dem der Schwerpunkt seines Unterrichtseinsatzes liegt, und nimmt an den regelmäßigen
Jahrgangsbesprechungen teil.
Die Schulleitung trifft sich regelmäßig mit den gewählten Jahrgangssprechern, um übergreifende Fragen zu
erörtern und Anträge an die Lehrerkonferenzen vorzubereiten.
Die gewählten Jahrgangssprecher leiten die Jahrgangsbesprechungen und
koordinieren mit den Abteilungsleitern die organisatorischen Aufgaben des
Jahrgangs.
Transparenz
Kooperation setzt Information voraus. Deshalb erscheint wöchentlich
die „MaxPress“, in der Schulleitung
sowie alle in der Schule Tätigen Informationen veröffentlichen.
Wichtiges, Aktuelles,
Interessantes, Erwähnenswertes wird durch dieses Informationsblatt verbreitet
und mitgeteilt.
Fortbildung
Aufgrund von Wünschen der Fachgruppen, Jahrgänge sowie Vorgaben der
Schulleitung wird jeweils für ein Schuljahr
ein Fortbildungsplan erstellt.
Entscheidungen über die Finanzierung von
schulinternen bzw. Einzelfortbildungen werden nach dem Stand der konkreten
Anmeldungen von einem gewählten Ausschuss getroffen. Der Lehrerrat erhält
Einsicht.
2. Unterrichtliche Besonderheiten
Die Stundentafel entspricht den
allgemeinen Vorgaben des Schulministeriums.
Die Besonderheiten werden im Folgenden dargestellt.
2.1 Unterrichtszeiten
Unterrichtsbeginn ist um 8.00 Uhr.
Gesicherte Ganztagsbetreuung an der MEG bedeutet, dass die Schüler
der Sekundarstufe I in der Regel an
drei Tagen (Montag, Mittwoch und Donnerstag) bis 16.00 Uhr in der Schule sind.
Dienstag und Freitag endet für die Sekundarstufe I der Unterricht in der
Regel um 13.20 Uhr. An
unterrichtsfreien Nachmittagen erhalten
die Schüler Hausaufgaben.
Einer der Nachmittage im Ganztag ist mit
Angeboten von verschiedenen Clubs und Arbeitsgemeinschaften belegt, an
den anderen findet Fachunterricht
statt (siehe 7.2).
Daneben sind im Rahmen des Ganztagskonzepts in den Wochenablauf Freiarbeitsstunden und Förderstunden (siehe Kapitel
4) fest integriert.
2.2 Wahlpflichtbereich
Im Jahrgang 6 beginnt mit drei
Stunden der Wahlpflichtbereich.
Das aus diesem Bereich gewählte
Fach gehört zu den Hauptfächern und wird durchgehend bis zum Ende der
Sekundarstufe I unterrichtet.
Bei der Wahl sollten Interesse
und Leistungsvermögen berücksichtigt werden.
Die Klassenlehrer beraten Eltern und Kinder bei der zu treffenden
Wahl.
Erste Pfade werden im Hinblick auf mögliche Abschlüssen gelegt.
Allerdings stellt die Wahl zu
diesem Zeitpunkt diesbezüglich noch keine endgültige Festlegung dar, da zwar für das Erlangen der
Allgemeinen Hochschulreife eine zweite Fremdsprache
erforderlich ist, es an unserer Schule jedoch zwei weitere Möglichkeiten gibt,
diese Fremdsprache zu wählen (siehe 2.4 Fremdsprachenangebote).
Zur Wahl stehen folgende Fächer /
Lernbereiche:
·
Französisch
oder Latein als zweite Fremdsprache
·
Naturwissenschaften
(Biologie / Chemie / Physik)
·
Arbeitslehre
(Technik / Wirtschaft / Haushaltslehre)
·
Darstellen
und Gestalten
Das Fach D&G ergänzt das Pflichtangebot.
Hier werden Körperausdruck und Bewegung trainiert; es wird fotografiert, es
wird mit Instrumenten und Geräuschen experimentiert, Masken werden gebaut,
Kulissen entworfen etc.
Im Rahmen einer
Aufführung präsentieren alle Kurse jährlich die Ergebnisse ihrer Arbeit.
2.3 Fachleistungsdifferenzierung
In der Gesamtschule erfolgt eine
Leistungsdifferenzierung durch die Zuweisung
der Schüler in Grund- und
Erweiterungskurse. Ab dem 7. Jahrgang erfolgt die Zuweisung in den Fächern
Mathematik und Englisch, ab dem 8. Jahrgang zusätzlich im Fach Deutsch und ab
dem 9. Jahrgang im Fach Chemie. Im Fach Mathematik und Englisch wird ab dem
Jahrgang 9, im Fach Deutsch im Jahrgang 10 auch äußerlich differenziert.
An der Max-Ernst-Gesamtschule
werden verstärkt binnendifferenzierende Maßnahmen ergriffen, die durch
besondere methodische Vorgehensweisen und differenzierendes Material die individuelle Förderung im Klassenverband
bei gleichzeitiger Zuweisung in Erweiterungs- und Grundkurse ermöglichen.
2.4 Fremdsprachenangebote
Unsere Sprachenfolge
Jahrgang 5 Englisch
Jahrgang 6 Französisch oder
Latein
(Wahlpflichtbereich)
Jahrgang 8 Intensivkurs Französisch
Jahrgang 11 Spanisch neu
Latein fortgeführt
Französisch fortgeführt
(Schüler, die im sechsten bzw. achten
Schuljahr mit F begonnen haben,
besuchen diesen Kurs gemeinsam)
Englisch fortgeführt
Für die Schüler der
Jahrgangsstufen 9 und 10 wird ein zweistündiger Spanischclub angeboten.
Zur Vorbereitung auf die Sprachprüfung in Französisch (DELF) erhalten
alle Schüler des
Französischkurses ein halbes Jahr lang eine zusätzliche Unterrichtsstunde
(siehe 4.9).
2.5 Ergänzungsband
Der Gesetzgeber hat in Nordrhein - Westfalen mit dem neuen Schulgesetz
den Wahlpflichtbereich II abgeschafft und den Schulen gleichzeitig einen Pool
von Stunden zur Verfügung gestellt, die für die Förderung der Schüler genutzt
werden sollen. Dabei haben die Schulen einen großen Gestaltungsfreiraum, wie
sie die Stunden verwenden. Ein Teil dieser Stunden ist an unserer Schule in das „Ergänzungsband“ eingeflossen (siehe
4.5).
Eine umfassende und ganzheitliche
Fördervorstellung ist hierbei die Grundlage, da eine fächerbezogene Förderung
bereits existiert. Alle Schüler durchlaufen
in den Jahrgängen 8-10 sechs unterschiedliche Bereiche:
Þ
Natur und Forschung – Experimentelles aus Biologie und Chemie
Þ
Mathematik und Technik – Anwendung mathematischer Techniken u. Fähigkeiten
Þ
Künstlerisches Gestalten – Ausstellung, Modenschau oder Erstellen eines
Katalogs
Þ
Kommunikation und Sozialforschung – Umfragen erstellen und auswerten
Þ
Bewegung, Konzentration und Ernährung
Þ
Vorbereitung auf die Zentralen Prüfungen 10 (nur 2. Halbjahr 10. Jahrgang)
Jeder Schwerpunkt wird ein
Halbjahr unterrichtet. Alle Schwerpunkte integrieren Aspekte der Informatik.
Die zweite Fremdsprache liegt stundenplantechnisch parallel zum
Ergänzungsband.
Bei einer Fehlwahl kann im ersten
Jahr ins Ergänzungsband gewechselt werden.
Das
Ergänzungsband wurde in dieser Form das
erste Mal im Schuljahr 2008/09 durchgeführt und befindet sich zur Zeit noch in
der Erprobungsphase.
2.6
Berufsorientierung
Einen Überblick über die einzelnen Bausteine
des Konzeptes der Berufsorientierung innerhalb der Sekundarstufen I und II bieten die beiden folgenden
Übersichten:
(siehe auch 5.2 / 5.3)
2.6.1 Bausteine zur Studien- und Berufswahlorientierung in der
Sekundarstufe II:
|
JG 11
|
Besuch im BIZ
(Berufinformationszentrum):
Erster Schritt zur Studien- und Berufswahlorientierung
|
Sprechtag:
Angebot von individuellen Gesprächsterminen durch
Vertreter der Arbeitsagentur (20 Minuten nach Voranmeldung)
|
|
JG 12
|
Seminarwoche in Gummersbach zur Studien- u.
Berufswahlorientierung
|
Grundlegende Infoveranstaltung durch AA
in der Schule
|
|
Zentrale Veranstaltung der AA (Arbeitsagentur)
Treffpunkt Ausbildung an 1 bis 2 Tagen in örtlichen Betrieben
|
Zwei Sprechtage:
Angebot von individuellen Gesprächsterminen durch
Vertreter der AA (20 Minuten nach Voranmeldung)
|
|
JG
13
|
Ein bis zwei Sprechtage:
Angebot von individuellen Gesprächsterminen durch Vertreter
der AA (20 Minuten nach Voranmeldung)
|
Information zu Verfahren bei der Bewerbung um einen
Studienplatz
|
Die Übersicht auf der folgenden Seite gibt einen Überblick über die
einzelnen Bausteine der Beruforientierung in der Sekundarstufe I.
2.6.2 Übersicht: Module der Berufsorientierung in der Sekundarstufe I
Die Berufskoordinatorin der
Schule begleitet die Umsetzung der einzelnen Bausteine und sorgt für deren
Vernetzung
2.7
Oberstufenprofil
In der Gymnasialen Oberstufe werden drei Profile (Koppelung eines
Leitungskurses an einen bestimmten Grundkurs) angeboten:
o
Leistungskurs
Kunst mit Grundkurs Geschichte
o Leistungskurs Biologie mit Grundkurs Chemie
o Leistungskurs Geschichte mit Grundkurs
Englisch
Die fachübergreifende
Zusammenarbeit geschieht u.a. in ganztägigen gemeinsamen Projekten.
Im 2. Halbjahr der 10. Klasse
nehmen alle künftigen Oberstufenschüler
an zwei ganztägigen
Profilworkshops teil, in denen
sie vor ihrer endgültigen Wahl Einblick in die Ziele, Inhalte und Arbeitsweisen
der jeweiligen Profilfächer erhalten.
3. Fachübergreifende Projekte
und Module
Innerhalb
des Schuljahres gibt es feste Zeiten, in denen das übliche Unterrichtsraster
aufgehoben wird, um fachübergreifende bzw. fachunabhängige Kompetenzen
vermitteln zu können.
Zwei Projektwochen werden
durchgeführt, die jedoch ganz unterschiedliche Inhalte und Ziele verfolgen:
Dies ist zum einen die
„Klassenwoche“ vor den Herbstferien, zum anderen die Projektwoche („ProWo“) vor den Sommerferien.
Daneben sind weitere einzelne
Projekttage im Jahresterminplan festgelegt.
Es finden Methodentage innerhalb
der Sekundarstufe I statt. Dies sind Tage, die vor allem dem sozialen und methodischen Lernen dienen.
Zwei im Jahresterminplan verankerte Exkursionstage werden von den
einzelnen Klassen individuell gestaltet.
Auch während der
Freiarbeitsstunden, die einen wichtigen Bestandteil innerhalb der
Unterrichtsstruktur darstellen, wird fachübergreifend, bzw. fächerverbindend
gearbeitet. Ein wesentlicher Faktor stellt in diesem Zusammenhang das selbstständige Arbeiten der Schüler dar
(s. auch 7.3).
3.1 Klassenwoche
Vor den Herbstferien eines jeden
Jahres findet die Klassenwoche statt. Sie wird innerhalb der einzelnen
Jahrgangsstufen durchgeführt und hat jeweils ein festes Rahmenthema.
Konzept
Klassenwoche
Jg.5: Klassenfahrt
Jg.6: Projekt „Gesundheit“
Jg.7: Projekt „Suchtprävention“ -
optional Klassenfahrt / dann 2 Projekttage zu o.g. Thema
Jg.8:
Projekt „Methodentraining“
Jg.9: Projekt „Berufsorientierung”
Jg.10: Abschlussfahrt
Jg.11: Projekt Stärkung der neuen
Klassengemeinschaft „Methodentraining - Hausarbeit“
Jg.12: Projekt „Erste Schritte zur Facharbeit“
Jg.13: Studienfahrt
3.2 Projektwoche
Die „ProWo“ findet in der Woche
vor den Sommerferien statt.
Nicht nur das Stundenraster,
sondern auch der Klassenverband und die Zuordnung zu den Jahrgängen werden aufgehoben.
Es werden sehr unterschiedliche
Projekte von Lehrern, z.T. auch
von älteren Schülern, Eltern und
in Kooperation mit außerschulischen Partnern angeboten, die während der Woche
bearbeitet und deren Ergebnisse beim Projektwochenfest am Samstag der
Schulgemeinde präsentiert werden.
Einige
Beispiele aus der Projektwoche 2011:
|
Tennis
|
Digitale
Dunkelkammer
|
Wir
lieben Schokolade
|
Wir
sind Kinder einer Welt
|
Drachenbau
|
|
Musikvideo
|
Karneval
|
Buntes
Leben rund um´s Wasser
|
Abenteuer
Kanutour
|
Akrobatik
und Sport
|
|
Patenausbildung
|
Digitale
Bildbearbeitung
|
Singen
|
Abenteuer
Natur - Bewegung
|
Rund
um die Zukunft
|
|
Manga
|
Sanitäterausbildung
|
Internationale
Küche
|
Tierkreaturen
|
Ein
ganz anderes Leben – Leben mit Behinderung
|
Innerhalb des sozialen Gefüges
der Schulgemeinschaft hat diese Woche einen wichtigen Stellenwert.
Lehrer und Schüler können sich in dieser Zeit im Entdecken von Neigungen und Fähigkeiten neu und anders erfahren.
Die Präsentation des Projektes
beim abschließenden Projektfest bietet Motivation und weckt Fähigkeiten und
Kräfte.
Auch und gerade die von älteren Schülern angebotenen Projekte
ermöglichen im geschützten Raum (Lehrer
stehen als Berater zur Verfügung) die Entwicklung eines hohen Maßes an
Selbstständigkeit und Verantwortung.
Die Schule präsentiert
sich beim Projektfest der Öffentlichkeit.
Auch die künftigen Fünftklässler sind an diesem Tag eingeladen;
sie werden begrüßt und lernen die
Schulgemeinschaft, ihre künftigen Klassenlehrer und den Klassenraum kennen.
3.3 Methodentraining
Seit
2007 beschäftigen sich verschiedene Gremien des Hauses mit der Planung,
Entwicklung, Erprobung und Implementierung eines Methodencurriculums für die
Jahrgänge 5 bis 13 auf der Grundlage vorhandener Konzepte zu den Themen „Lernen
lernen“ und „Soziales Lernen“. Dieses
soll in Anbindung an die Unterrichtsfächer die genannte Schwerpunktsetzung
kontinuierlich fortentwickeln, mit dem Alltag verzahnen und sich an den
Leitbegriffen Verbindlichkeit, Transparenz und Nachhaltigkeit orientieren.
Methodenkompetenz wird in der Oberstufe nicht nur im Fachunterricht
gefördert, sondern auch im Rahmen fachübergreifender / fächerverbindender
Vorhaben während der Oberstufenprofiltage (s. 2.7), der Klassen- und der
Projektwoche (s. 3.1/3.2).
In der Sekundarstufe I werden die genannten Vorhaben
während sogenannter Methodentage an ein bis zwei Tagen im Schuljahr realisiert. Diese werden von den Klassenlehrern des Jahrgangs zu einem
festgelegten Thema gemeinsam vorbereitet und durchgeführt.
In den
Jahrgängen 5 bis 9 der Sekundarstufe I werden im Schuljahr von den
Klassenlehrern zwei Methodentage gemeinsam vorbereitet und durchgeführt.
Bausteine überfachlichen Lernens:
|
Jahrgang
|
Thema / Inhalt
|
Zeitraum
|
|
|
|
|
|
5
|
Basiskompetenzen
|
erste Schultage
|
|
|
Arbeitstechniken
|
1. Quartal „F-Stunden“
|
|
|
Basiskompetenzen
|
1. Methodentag
|
|
|
Basiskompetenzen
|
2. Methodentag
|
|
|
|
|
|
6
|
Wiederholung Basiskompetenzen
Sozialtraining / Schul-, Klassenregeln
|
erster Schultag
|
|
|
Gesundheitsförderung
1: Ernährung- Bewegung- Erste Hilfe
|
Klassenwoche
|
|
|
Lesekompetenz
|
1. Methodentag
|
|
|
Sozialkompetenz
|
2. Methodentag
|
|
|
|
|
|
7
|
Wiederholung Basiskompetenzen
Sozialtraining / Schul-, Klassenregeln
|
erster Schultag
|
|
|
Gesundheitsförderung
2:
Gewalt –Sucht -
Mobbing
|
Klassenwoche
|
|
|
Referat / Präsentation
|
1. Methodentag
|
|
|
Referat / (Internet-)Recherche
|
2. Methodentag
|
|
|
|
|
|
8
|
Wiederholung Basiskompetenzen
Sozialtraining / Schul-, Klassenregeln / Ausblick auf das
neue Schuljahr
|
erster Schultag
|
|
|
Wiederholung / Sicherung / Vertiefung bisher erworbener
Basiskompetenzen
|
Klassenwoche
|
|
|
Kommunikation
|
1. Methodentag
|
|
|
Vorbereitung VERA
|
2. Methodentag
|
|
|
|
|
|
9
|
Ethiktag
|
erster Schultag
|
|
|
Kommunikation
|
1. Methodentag
|
|
|
Gesundheit
|
2. Methodentag
|
Dieses Konzept befindet sich im Aufbau.
3.4 Teamtage
Zur Stärkung des Klassenverbandes
und insbesondere, um den Übergang von der Grundschule zur Gesamtschule bzw. von
der Sekundarstufe I zur Gymnasialen Oberstufe zu erleichtern, finden zu Beginn
des Schuljahres Teamtage statt, die von den Klassenlehrern der Jahrgangsstufen 5 und 11 geplant und
durchgeführt werden.
Im Rahmen der Projektwoche am
Ende des Schuljahres findet für die Schüler
des 10. Jahrgangs, die die Qualifikation für die Sekundarstufe II
erworben haben, ein Seminar zum Thema „Übergang in die Oberstufe“ statt.
Neben methodischen Schwerpunkten
(s.3.3) gibt es hier auch erste Möglichkeiten der Orientierung, des
Erfahrungsaustausches und auch des Kennenlernens, da zu diesem Seminar
ebenfalls die Schüler eingeladen
sind, die von anderen Schulen kommen.
Auch die beiden letzten
Tage des Schuljahres werden genutzt, um
insbesondere gruppendynamische Prozesse zu fördern
4.
Fördern und Fordern
Wesentliches pädagogisches
Prinzip der Max-Ernst-Gesamtschule ist es, die
Schüler in ihren
unterschiedlichen Begabungen und Interessen zu fördern und zu ermutigen.
Die
einzelnen Bausteine des Förderkonzepts
der Max-Ernst-Gesamtschule stellen sich wie folgt dar:
4.1 Übersicht Förderkonzept
|
Jahrgangs-stufe
|
Fachbezogene
Bausteine
|
Fächerverbindende /
fachübergreifende Bausteine
|
Methodenbezogene
Bausteine
|
|
JG
5
|
Förder-
und Forderkurse in :
Mathe
/ Deutsch /Englisch
Deutsch
als Zweitsprache
|
Fachunabhängiger
Ausgleichsunterricht (FUA / Schülerhilfe)
Soziales
Lernen
Tischgruppentraining
|
Lernen
lernen – in der Einführungsphase
Methodentage:
Grundlagen des Lernens
|
|
JG
6
|
Förder-
und Forderkurse in :
Mathe
/ Deutsch /Englisch
Deutsch
als Zweitsprache
|
Fachunabhängiger
Ausgleichsunterricht (FUA / Schülerhilfe)
Soziales
Lernen
Tischgruppentraining
|
Methodentage:
Lesetraining
Einführung
in Computerprogramme -
Textverarbeituns-
programme
|
|
JG
7
|
„Stütz- und Lift“-Kurse in Mathe / Deutsch / Englisch
|
|
Einführung
in Computer-programme
Tabellenkalkulation
|
JG 8
|
Französisch
als Wahlfach
Selbstlernmaterial
zur Vorbereitung auf die Lernstandserhebungen in
Mathe
/ Deutsch / Englisch
|
Ergänzungsband
Vorbereitung
zentrale Abschlussprü-fungen
|
|

Kommunikation
und Sozialforschung
|
|
 
|
Methodentraining
in der Klassenwoche
|
|
JG 9
|
Berufsvorbereitungskurs
(Zuweisung
durch die Klassenkonferenz)
Selbstlernmaterial
zur Vorbereitung auf die zentralen Abschluss-prüfungen in:
Mathe
/ Deutsch / Englisch
|
|
|
JG
10
|
Halbjährlicher
Kurs:
Vorbereitung
zentrale Abschlussprüfungen in
Mathe
/ Deutsch / Englisch
Zertifikatskurse
Qualifikationskurse
zur Vorbereitung auf die Oberstufe in:
Mathe /Deutsch / Englisch
|
Teambildung
I zur Vorbereitung auf die Oberstufe
|
|
JG
11
|
|
|
Teambildung
II
Klassenwoche:
Workshop
Hausarbeit
u.a.
Vertiefung
Textverarbeitung
|
|
JG
12
|
|
|
Workshop
Facharbeit
u.a.
Bibliothekskunde
|
*
In der Jahrgangsstufe 5 werden zur Zeit neue Wege der individuellen Förderung
entwickelt.
4.2 Soziales Lernen
Das soziale Lernen bildet einen
Schwerpunkt unserer Arbeit.
Ziel ist, dass unsere Schüler nicht nur Fachwissen und
–methoden erlernen, sondern sich auch im sozialen Miteinander zu kompetenten
Partnern entwickeln.
Beim Übergang von der Grundschule
in unsere Schule bzw. von der
Sekundarstufe I in die Oberstufe begleiten wir unsere Schüler daher durch
gruppenbildende Maßnahmen (s. 3.4).
Insbesondere die Bildung von
heterogenen Tischgruppen und deren Training während des 5. und 6. Schuljahres
unterstützen den Gruppenprozess ebenso wie die wöchentlichen Stunden „Soziales
Lernen“.
4.2.1
Klassenlehrerprinzip
Unterstützend wirkt auch, dass
die Klassenleitung grundsätzlich von jeweils zwei Lehrern pro Klasse übernommen wird. In der Regel führen sie die
Klasse durchgehend vom 5. Schuljahr bis zum Abschluss der Sekundarstufe I.
Das Prinzip der Besetzung mit
zwei Klassenlehrern gilt
auch in der Jahrgangstufe 11 und wirkt
unterstützend beim Übergang in die
Gymnasiale Oberstufe.
4.2.2 Projekt „Soziales
Lernen“
Die Durchführung des Projektes
„Soziales Lernen“ nach Christina Großmann im
Jahrgang 5 gehört zur Aufgabe der
Schülerhilfe (siehe 7.1 Schülerhilfe).
Das „Soziale Lernen“ ist ein
absichtsvoller, zielgerichteter, initiierter Lernprozess, der bewusst
Einstellungen und Verhaltensweisen ändern und die soziale Kompetenz der
Schülerinnen verbessern will.
Eine Stunde pro Woche wird dieses
Training während des gesamten Schuljahres in jeder Klasse des 5.
Jahrgangs gemeinsam von einem der Klassenlehrer
und der Sozialpädagogin
durchgeführt.
Ziele sind das Initiieren von gruppendynamischen Prozessen, die
Steigerung der sozialen Kompetenz und
der Arbeitsproduktivität des Einzelnen und der Klasse.
Zunächst geht es um das
gegenseitige Kennenlernen und den Aufbau von Vertrauen.
Anschließend werden verbindliche Normen für den Umgang miteinander
festgelegt, Klassenregeln festgeschrieben, der konstruktive Umgang mit
Konflikten eingeübt und Verlässlichkeit und gegenseitige Akzeptanz aufgebaut.
4.2.3
Tischgruppentraining
Die Gliederung der Schule in kleinere überschaubare Einheiten setzt sich
in den Klassen der Sekundarstufe I mit den Tischgruppen fort. Innerhalb dieser
Kleingruppen werden Maßnahmen der inneren Differenzierung und des sozialen
Lernens miteinander verbunden.
Die „Schülerhilfe“ hilft dabei
die Tischgruppenarbeit in den Klassen 5 und 6 einzuüben.
Außerdem wird in 5/6 von
Klassenlehrern und Schülerhilfe jährlich ein Tischgruppentag durchgeführt, an
dem die Zusammenarbeit in den Gruppen im Mittelpunkt von Gesprächen und
Trainings steht.
Die Bildung von Tischgruppen soll die soziale Sicherheit der Schüler
gewährleisten und die Etablierung von „Außenseitern“, „Stars“ und
„Mauerblümchen“ verhindern. Sie soll die Bereitschaft der Schüler mit
unterschiedlichen Fähigkeiten zu gegenseitiger Hilfe fördern und ihre Bereitschaft, in Gruppen zu arbeiten und zu leben, entwickeln.
4.2.4
Gewaltprävention
Die Maßnahmen zur Gewaltprävention stehen unter dem Motto:

Das
Leitziel und die oberste Regel an der MEG lautet:
„An unserer Schule gibt es keine Gewalt!“
Als grundlegendes Prinzip gilt: Integration
statt Segregation!
|
Jahrgang
|
Bestandteile des Schulprogramms
|
|
Jahrgang 5
|
·
Bildung
und Pflege stabiler, heterogener Tischgruppen:
Regelmäßiges
Tischgruppentraining, Tischgruppensprechtag
mit den Klassenlehrern
wöchentlich im Klassenverband mit Sozialpädagogin und
Klassenlehrer
·
Patenschaft
durch Schüler der Jahrgangsstufe 8
·
Gesprächsangebot
der Schülerhilfe
·
Streitschlichtung
- FUA (Fachunabhängiger Ausgleichsunterricht): z.B.
Mädchenpower, Jungenförderung
- Selbstbehauptungskurs: Tageskurs (z.B. am
Wandertag oder Lehrerstudientag plus Doppelstunde (zeitnah) durch
externen Anbieter
- Zusammenarbeit mit der Polizei: Vorstellung der
Bereichspolizisten in den Klassen
|
|
Jahrgang 6
|
- Fortführung des sozialen
Lernens mit beiden Klassenlehrern
- Tischgruppentraining mit Sozialpädagogin
- Gesprächsangebot der Schülerhilfe
- FUA
- Streitschlichtung
|
|
Jahrgang 7
|
- Soziales Lernen im Rahmen von Klassenlehrerstunden
- Tischgruppentraining durch die Jahrespraktikantin
der Schülerhilfe
- Streitschlichtung
- Ausbildung der Paten in der Projektwoche
- Klassenwoche zum Thema Gesundheitsförderung (2):
Gewalt – Sucht – Mobbing
- Modul
zur Auffrischung des Selbstbehauptungstrainings aus JG 5 als Tageskurs mit externem
Anbieter plus 2 x 2 Doppelstunden (zeitnah)
|
|
Jahrgang 8
|
- Soziales Lernen –
wöchentliche Stunde mit Sozialpädagogin und Klassenlehrer
- Ausbildung der Streitschlichter
- Patenprojekt (Schüler begleiten den Jahrgang 5 in
der Einführungsphase)
- Kommunikationstraining am Methodentag
- KVB-Fahrzeugbegleiterausbildung
|
|
Jahrgang 9
|
- Streitschlichtung durch
Schüler des Jahrgangs für JG 5-7
- Soziales Lernen – wöchentliche Stunde mit (der)
Sozialpädagogin und
Klassenlehrer
|
|
Jahrgang 10
|
- Soziales Lernen im Rahmen
von Klassenlehrerstunden
|
|
Oberstufe
|
- Teamtage im Klassenverband
zum Einstieg in die Oberstufe
|
|
alle Jahrgänge bzw. jahrgangsüber-greifend
|
- 1. Schultag als
Klassenlehrertag: Aktualisierung der Regeln des Zusammenlebens bezogen
auf die Klasse, den Jahrgang, die Schule
- Ritualisierte Vorgehensweise bei Konflikten:
Grundsatz: Wir schauen hin / „Waffenstillstand“ bis zur Konfliktklärung / Streitschlichtung oder ggf. Hilfe
holen bei Erwachsenen /( –) Verschriftlichen des Vorganges aus eigener
Sicht / Gespräch mit Schülerhilfe, Klassenlehrer oder Schulleitung
- SV-Projekt am Welt-AIDS-Tag (1.12.)
- Zusammenarbeit mit der Polizei: Wöchentliche
Sprechstunde im SV- Raum
|
In
besonderen Konfliktsituationen, die möglicherweise eine ganze Klasse betreffen,
werden flexibel Maßnahmen ergriffen. Dabei arbeiten Schülerhilfe und
Klassenlehrer eng zusammen.
Als Beispiele hierfür können aus der Vergangenheit genannt
werden:
·
Im Fall von Mobbing
die Durchführung des „No Blame Approach“ - Verfahrens
(Ansatz ohne
Schuldzuweisung)
·
Theaterpädagogische Tage zum Thema Gewaltprävention
In finanzieller Hinsicht erhalten
solche Projekte nach Möglichkeit
Unterstützung durch den Förderverein der Schule (s. 6.4).
4.2.5
Einstiegspatenschaften und Schülerstreitschlichtung
Ein Konzept in der Entwicklung
Zu Beginn eines neuen Schuljahres
übernehmen ca. 10 –12 Schüler des
achten Jahrgangs eine Patenschaft für die neuen Fünfer. Sie werden mit
Spielaktionen, Rollenspielen und Gesprächsrunden in der Projektwoche vor den
Sommerferien ausgebildet, begrüßen bereits auf dem Schulfest die neuen Schüler durch eine kleine Aktion und bieten sich den
jüngeren Schülern in den ersten Wochen der Eingewöhnung als Spielleiter und Ansprechpartner an.
Einige dieser ausgebildeten Paten lassen sich anschließend zu
Schülerstreitschlichtern ausbilden. Während der neunten und zehnten Klasse
führen diese ausgebildeten Schüler
die Streitschlichtung für ihren ehemals als Paten betreuten Jahrgang durch.
4.3 Fachbezogene Förderkurse
Im ersten Quartal des Jahrgangs 5
führen die Förderlehrer für alle
Schüler in den zwei wöchentlichen
Förderstunden das Methodentraining „Lernen
lernen“ durch. Nach diesen 6 Wochen werden die Schüler aufgrund von
Tests in Deutsch und Mathematik sowie der Einschätzung durch die Fachlehrer den
Förderkursen zugewiesen.
Ziel des Fachförderunterrichts in
5/6 ist es, sowohl die leistungsschwächeren
Schüler zu fördern, damit sie
Anschluss halten können, als auch leistungsstarken
Schülern die Möglichkeit zu geben, ihre Stärken auszubauen.
Daher werden Förderkurse in
Deutsch, Mathematik und Englisch sowohl für Leistungsschwache als auch für
Leistungsstarke angeboten.
Alle Kurse werden als Vierteljahreskurse ausgeschrieben mit
einer klaren Thematik und Zielsetzung, um genau zuweisen zu können (z.B.
Flächen und Volumen, Rechnen mit Größen, Textverstehen, Zeichensetzung etc.).
4.4 Fachübergreifender und
fachunabhängiger Förderunterricht (FUA)
Darüber hinaus wird fachunabhängiger Förderunterricht
angeboten: Konzentrationstraining,
Übungen zur Stärkung des Selbstbewusstseins für Mädchen und Jungen,
Entwicklung von Lernstrategien etc.
Außerdem nimmt jeder Schüler während des
Doppeljahrgangs 5/6 an einem Kurs „Einführung in die Bibliothek“ teil. Dieser
findet in der schuleigenen Bibliothek
statt (s. 7.4).
4.5 Deutsch als Zweitsprache
(DAZ)
Ein spezieller Förderkurs (Deutsch als Zweitsprache) ist für
Kinder mit Migrationshintergrund vorgesehen, deren Wortschatz und
Grammatikstrukturen verbessert werden sollen.
Seit 2005 besteht eine
Kooperation mit der Universität
Köln., die es ermöglicht, eine größere
Anzahl von Kindern speziell zu fördern. Auch Studenten, die auf
diese Weise einen Seminarschein der Universität
erwerben, fördern in einer Doppelstunde
pro Woche in kleinen Gruppen die
Kinder in der deutschen Sprache.
Ein Großteil der Deutschlehrer
und ein Teil der Fachlehrer wurde in
speziellen Kursen geschult, so dass die spezielle Förderung auch Eingang in den Deutschunterricht und
Fachunterricht der Klassen findet.
4.6 Das Ergänzungsband
Ganzheitliches Fördern ist Grundgedanke dieses Förderkonzepts, da eine
fächerbezogene Förderung bereits existiert.
(Näheres hierzu unter 2.5)
4.7 Qualifikationskurs zum
Übergang in die Oberstufe
Die Fähigkeit zu
selbstständigem und selbstverantwortlichem Lernen ist eine wesentliche
Voraussetzung für den erfolgreichen Besuch der Gymnasialen Oberstufe. In der
Jahrgangsstufe 10 besuchen alle Schüler,
die voraussichtlich die Qualifikation zum Besuch der Gymnasialen Oberstufe erreichen, den Qualifikationskurs (zwei
Stunden pro Woche) und nehmen an einem einwöchigen Trainingsseminar am Ende des 10. Schuljahrs teil. (s. 3.3).
4.9 Fremdsprachenförderung
Menschen, ihre Sprache und Kultur lernt man am besten im
direkten Kontakt und Austausch kennen. Aus diesem Grund pflegt die
Max-Ernst-Gesamtschule seit vielen Jahren den sprachlichen und kulturellen Austausch mit europäischen
Partnerschulen. Es bestehen langjährige Kontakte zu Schulen in Brive /
Frankreich und Nantwich / England.
Eine neue Partnerschaft wurde 2005 mit dem Gymnazium 19 in
Breslau (Wroclaw) / Polen geknüpft.
Im Rahmen der Besuche und Gegenbesuche werden jeweils sehr
abwechslungsreiche Programme gestaltet, in die in der Regel die Schüler des achten Jahrgangs einbezogen sind.
Eine direkte Förderung der
französischen Sprache erfolgt auch durch einen die Sprachprüfung vorbereitenden
Kurs für Schüler des 9. und 10.
Jahrgangs. Auf diese Weise kann das
Sprachzertifikat DELF erworben
werden.
Für Schüler der
Jahrgangsstufen 9 und 10
wird eine Spanisch-AG angeboten.
Zudem werden nach Möglichkeit während der Projektwoche vor den Ferien
Sprachreisen angeboten, in der Vergangenheit z.B. nach Paris oder Madrid.
4.10 Zertifikatskurse
Zertifikatskurse sind ein
Ganztagsangebot im Bereich Übergang Schule - Beruf und somit ein Baustein in unserem Konzept zur Berufsorientierung
und -vorbereitung. In diesen Kursen trainieren die Schüler der
Jahrgangsstufen 9 und 10 fachliche,
methodische und /oder persönliche Schlüsselqualifikationen, die für das
Berufsleben wichtig sind und deren Einübung über den Lehrplan hinaus gehen. Bei
erfolgreicher Teilnahme erhalten die Schüler
ein aussagekräftiges Zertifikat, das sie ihren Bewerbungen beilegen können.
Unsere Schule arbeitet
mit Kooperationspartnern wie der Firma Nattermann, der Sparkassenstiftung-Stiftung Jugend und Medien, einem selbständigen
„Jungentrainer“ und dem Handwerkerinnenhaus zusammen. Die Volkshochschule
Köln steht als zukünftiger Partner im Gespräch mit der Schule. Aus einem Angebot von 8-10
Kursen wählen die Schüler
jeweils einen Kurs pro Jahr, der ca. 7 Doppelstunden umfasst. Engagement im
schulischen Alltag oder das Erlernen einer zusätzlichen Fremdsprache im Rahmen
des Ganztages werden
zertifiziert und ersetzen ein
Training.
Als Beispiele für Zertifikatskurse im Schuljahr 2011/12 seien hier genannt:
|
Teamtraining für Jungen
|
Digitale Bildbearbeitung bei der SK - Stiftung
|
English
for the job
|
|
Streitschlichtung
|
Kurzpraktikum bei Nattermann
|
Technisches Zeichnen, Wefers GmbH
|
|
Sporthelfer
|
Spanisch
|
Starke Auftritte
|
5. Beratungsangebote
Das den Beratungsangeboten der Schule zu Grunde liegende Prinzip
entspricht der dezentralen Struktur der Schule.
Erste Ansprechpartner bei sehr
unterschiedlichen Fragen sind für Schüler
und Eltern die Klassenlehrer und
darüber hinausgehend auch die
jeweiligen Abteilungsleiter. Daneben kann die Schülerhilfe (s.7.1) sowohl in schulischen Belangen als auch bei nichtschulischen oder familiären Problemen ein Hilfsangebot unterbreiten. Falls dazu geraten wird,
außerschulische Dienste oder Beratungsstellen hinzuzuziehen, kann die Schülerhilfe
auf Wunsch unterstützend und vermittelnd
wirken.
Bei speziellen Fragen zur
Berufsorientierung und Schullaufbahn sind die jeweiligen Ansprechpartner die
entsprechenden Beratungslehrer.
5.1 Beratungsteams für die
Jahrgänge 5 bis7 und die Jahrgänge 8 bis 10
Das Beratungsteam für die
Jahrgangsstufen 5 bis 7 besteht aus der Sozialpädagogin,
der Abteilungsleiterin und
zwei Beratungslehrerinnen.
Das Team trifft sich einmal in
der Woche. Sein Aufgabenfeld gestaltet sich wie folgt:

Auch für die Jahrgänge 8 bis 10
bietet ein Team, bestehend aus einer weiteren Sozialpädagogin, einer
Beratungslehrerin und dem Abteilungsleiter Beratung für Eltern, Lehrer und Schüler
an.
Im Vordergrund stehen hier die
kollegiale Fallberatung, die Einzelberatung von Schülern und Lehrern sowie die
Optimierung organisatorischer Abläufe. Auch die Teilnahme an Bera-tungs-,
Quartals- und pädagogischen Konferenzen ist gewährleistet, ebenso
Kooperationskontakte mit außerschulischen Beratungsstellen und Therapieinstitutionen.
Das Beratungsteam trifft sich wöchentlich.
5.2 Berufs- , Studien- und
Laufbahnberatung
Neben den festgelegten Maßnahmen
zur Berufsorientierung (s.2.6) berät die Beratungslehrerin Schüler ab Klasse 8
und deren Eltern individuell in Bezug
auf die Schullaufbahn, den
Übergang Schule – Beruf und die Berufskollegs.
Neben diesem innerschulischen
Angebot werden auch Kontakte der Schüler
zu außerschulischen Partnern und Institutionen vermittelt.
Auch in der Sekundarstufe II dienen feste Bausteine
der Studien- und Berufswahlorientierung (s. 2.6), die von einem Beratungslehrer
koordiniert wird.
6. Kooperationen
Das Netzwerk Schule lebt von der
Zusammenarbeit innerhalb der Schulgemeinschaft wie auch von der Kooperation mit außerschulischen Partnern.
6.1 Arbeiten in Teams und
Arbeitskreisen
Neben der Zusammenarbeit der Lehrer innerhalb von Jahrgangsteams
und Fachgruppen ist auch die kollegiale
Zusammenarbeit in Arbeitskreisen und
Ausschüssen für die Schulentwicklung ein wichtiger Faktor.
In den Ausschüssen arbeiten
interessierte Eltern, Schüler und Lehrer
zusammen. Sie werden von der Schulkonferenz beauftragt und bereiten
entsprechende Beschlüsse für die Mitwirkungsgremien vor.
Beispiele im Schuljahr 2011/12:
|
Gewaltprävention
|
Karneval
|
Mensa
|
|
Max-Kultur
|
Leben in der Schule
|
Bibliothek
|
6.2 Schülervertretung (SV)
Die SV ist die Vertretung aller Schüler. Sie vertritt deren Meinung
und Ansichten gegenüber den Lehrern, Eltern und der Schulleitung.
Alle Schüler sind berechtigt an SV-Sitzungen teilzunehmen.
Wahlberechtigt
sind jedoch nur Personen, die auf einer Schülervollversammlung gewählt worden
sind.
Nur Delegierte der SV ab der 8.
Klasse sind berechtigt, an Schulkonferenzen
teilzunehmen.
Die SV ist dazu verpflichtet, an Ausschüssen, Gremien und Schulkonferenzen
teilzunehmen.
Die SV ist außerdem dazu
verpflichtet, ihre Neutralität gegenüber verschiedenen politischen Parteien zu
wahren.
Die gewählten Schülervertreter treffen sich
wöchentlich.
Die gewählten Vertrauenslehrer kommen zu diesen
Treffen hinzu.
Zu den Aktionen der SV gehören im
Schuljahr zum Beispiel: Spenden zu sammeln am Welt-
AIDS-Tag, Erstellen, Verkauf und
Verteilen von Weihnachtskarten in der Schule, eine Osteraktion für die Schüler des 5. Jahrgangs, ein Programm
für die älteren Schüler an
Karneval, die Planung und Durchführung eines Talent-Kultur-Abends (TaKu-Abend).
Zu den
außerschulischen Aufgaben gehören die Teilnahme an der
Bundesdelegiertenkonferenz und die
Zusammenarbeit mit der Bezirksschülervertretung und Landesschülervertretung.
6.3 Zusammenarbeit mit den
Eltern
Die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Lehrern, Schülern und Eltern ist prägender Bestandteil des
Schullebens. Sie geht über die Forderungen des Schulmitwirkungsgesetzes hinaus.
Die Struktur unserer Schule ermöglicht interessierten Eltern, in vielen
Bereichen Einfluss zu nehmen und bei Entscheidungen Gehör zu finden. Die Eltern
sind entsprechend der gesetzlichen Vorgaben in Klassen- und Schulpflegschaft
organisiert. Neben dem Klassenpflegschaftsvorsitzenden gibt es einen
weiteren gewählten Vertreter. Mitglieder dieses Gremiums sind automatisch auch
Mitglieder der Schulpflegschaft. Der Schulpflegschaftsvorstand umfasst bei
unserer Schulgröße einen Vorsitzenden und drei gleichberechtigte Vertreter. Die
Schulpflegschaft trifft sich zu regelmäßigen Sitzungen, aber bei Bedarf auch kurzfristig und
unbürokratisch, um die Durchsetzung von Zielen der Schule und Eltern
voranzubringen. Weiterhin steht sie in engem Informationsaustausch und Kontakt zu anderen Gesamtschulen in Köln.
Eine besondere Einrichtung an der
Max-Ernst-Gesamtschule ist der Elternclub. In entspannter und
aufgeschlossener Atmosphäre treffen sich Eltern in 14-tägigem Rhythmus
(mittwochs von 10.00 Uhr bis 11.30 Uhr) und diskutieren über Themen, die für
die elterliche oder schulische Erziehung von Belang sind.
Beispiele für Themen des Elternclubs sind:
„Soziales
Lernen“ in Jahrgang 5“ oder „online“ – Sucht (süchtig nach
Computerspielen).
In den Wochen, in denen der Elternclub nicht als Gesprächskreis tagt, sorgt er
mittwochs für ein Angebot vollwertiger Leckereien. Diese sogenannte
,,Schlemmerecke" verfolgt das
Prinzip der Vollwerternährung und ist ein Anziehungspunkt für viele Schüler.
Seit dem Schuljahr 1997/98 bieten
Eltern Arbeitsgemeinschaften im Freizeitbereich an, zum Beispiel wurde eine
Türkisch-AG oder die Garten –AG von Eltern geleitet.
Zweimal jährlich geben Eltern in Zusammenarbeit mit der Schule das
Informationsheft
FORUM
heraus.
Auch das gemeinsame Feiern und Erleben ist wichtig.
Dies geschieht z.B. beim
Projektfest am Ende des Schuljahres oder auch dann, wenn Eltern, Schüler und Lehrer gemeinsam Karneval feiern und bei den
,,Schull un' Veedelszöch" durch
die Straßen ziehen.
6.4 Der Förderverein
Viele Eltern sind Mitglieder im
Förderverein der Schule. Mit Hilfe der finanziellen Unterstützung des
Fördervereins wird eine Reihe von schulischen Projekten und Veranstaltungen
erst ermöglicht.
Aus der Satzung des
Fördervereins:
„Zweck des Vereins ist die Unterstützung
der Bildungsarbeit der Max-Ernst-Gesamtschule. Der Satzungszweck wird
verwirklicht insbesondere durch die Anschaffung zusätzlicher, nicht vom Träger
finanzierter Lehrmittel und Ausstattungsgegenstände für die Schule, Zuschüsse
zu Klassen- und Informationsfahrten und die Förderung von
Schullandheimaufenthalten. Kindern von Eltern mit geringem Einkommen soll durch
Zuschüsse des Vereins die Teilnahme an solchen Aufenthalten ermöglicht werden.“
6.5 Vernetzung mit anderen
Schulen
Im Interesse unserer Schüler ist eine Zusammenarbeit mit
den sie abgebenden Grundschulen
erforderlich. Fest vereinbart sind:
·
Eine jährliche Kontaktkonferenz von
Grundschullehrerinnen und Kollegen des 5. Schuljahres,
·
gegenseitige regelmäßige Hospitationen,
·
Mitarbeit der Grundschullehrer
bei der Klassenzusammensetzung des neuen 5. Jahrgangs,
·
Tage der ”Offenen Tür” für Schüler, Eltern und Lehrer
der Grundschulen.
Daneben findet, wie bereits erwähnt, jährlich ein Schüleraustausch mit
der französischen, englischen und polnischen Partnerschule statt.
Seit 2009 besteht eine
Vereinbarung zwischen der Schule und dem Regionalen Bildungsbüro Köln zur
Mitarbeit in der Regionalen Bildungslandschaft Köln.
Die schul- und
schulformübergreifende Zusammenarbeit in unterregionalen Strukturen dient dem
Austausch und der Vernetzung mit anderen Schulen und damit letztlich der
Verbesserung der Qualität von Schule
und Unterricht.
6.5 Außerschulische Partner
Die Max-Ernst-Gesamtschule arbeitet
eng mit städtischen Institutionen,
den Kirchengemeinden, gesellschaftlichen Verbänden und Vereinen sowie Betrieben
zusammen.
Mehrfach im Jahr werden
Schulgottesdienste gefeiert;
Vorbereitung und Gestaltung werden in Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden
im Religionsunterricht geleistet.
Während der Klassenwoche zu
den Themen „Gesundheit“ und „Suchtprävention“ wird der Kontakt
zu außerschulischen Partnern hergestellt.
Als Beispiele können genannt werden: Durchführung von Einheiten durch
eine Trainerin für gezielte Entspannungsübungen (Quigong) oder auch die Zusammenarbeit mit
Suchtberatungs- bzw. -präventionsstellen.
Insbesondere im Rahmen der Berufsorientierung bestehen Lernpartnerschaften
mit dem Pharmaunternehmen Nattermann,
den Kölner Verkehrsbetrieben, der Agentur für Arbeit, dem Ehrenfelder Jugendbüro,
dem Handwerkerinnenhaus, Wirtschaftsjunioren und verschiedenen Betrieben.
Auch im Bereich Kultur bereichern
Kontakte mit außerschulischen Partnern das Schulleben.
So
besteht seit dem Jahr 2000 mit Unterbrechung eine Zusammenarbeit mit der
Jazz-Haus-Schule.
Seit dem Februar 2009 gibt es die
erste Schülerband. Das Konzept beinhaltet Instrumentalunterricht in einem
Bandinstrument (Gitarre, Schlagzeug, Bass, Keyboard und Gesang) und gleichzeitig als Gruppenunterricht das Spiel in
einer Combo.
Ein weiteres Beispiel ist die von
der Initiative Kultur und Schule geförderte Zusammenarbeit mit Künstlern.
Im Bereich der Förderung insbesondere von Kindern mit Migrationshintergrund
besteht eine Kooperation mit der Universität
Köln (s. 4.5).
7. Leben in der Schule
Das Leben in der Schule ist meist von unterrichtlichen Aktivitäten geprägt, die überwiegend vom Fachunterricht bestimmt sind.
Das „Miteinander leben“ geht jedoch weit über das Lernen in diesen
Strukturen hinaus.
Die Ganztagsschule bietet viele
Möglichkeiten des sozialen Miteinanders und der individuellen Förderung.
7.1 Schülerhilfe
Die Schülerhilfe nimmt eine
zentrale Rolle im Schulleben ein.
Die Sozialpädagoginnen der Schülerhilfe unterstützen die Schüler, ihre schulischen Ziele zu
erreichen und helfen auch bei
persönlichen Problemen. Sie tragen dazu bei, die Unterrichts- und
Freizeitbedingungen zu verbessern. Die Arbeitsschwerpunkte, die innerhalb des
Schulprogramms an unterschiedlichen Stellen erläutert werden, lassen sich veranschaulichen:

7.2 Arbeitsgemeinschaften und
Clubs
Jeder Schüler der Stufen 5 und 6 ist Mitglied einer frei
gewählten Arbeitsgemeinschaft oder eines jahrgangsübergreifenden Clubs. Schüler, die aktiv im Vereinssport
tätig sind, können von ihrer
verpflichtenden Teilnahme an Club oder AG durch die Schulleitung befreit
werden. Die Teilnahme ab Stufe 7 ist freiwillig.
Das von den Lehrern
betreute Angebot wird durch Eltern- bzw. Schüler-AGs sowie Vereinsangebote ergänzt.
Beispiele für Club-Angebote sind der Kanuclub
und der GArtenclub. Das AG –Angebot wechselt von Jahr zu Jahr. Als Beispiele
aus dem Schuljahr 2011/12 können genannt werden: Technik: Vom Basteln zum
Werken, Kleine Entdecker ganz groß, Naturwissenschaftliches Basteln,
Fußball-Schulmannschaft, Comic-Werkstatt, English Songs.
7.3 Freie Arbeit (FA)
Die FA-Stunden in der Sekundarstufe I bieten Gelegenheit zu
individueller Übung und Vertiefung der im Fachunterricht erarbeiteten Inhalte.
Sie fordern von den Schülern, ihre Aufgaben termingerecht zu planen und
auszuführen. FA-Stunden können nach Absprache teilweise oder ganz als Zeitraum
für Projektarbeit genutzt werden. Drei Wochenstunden stehen für diese
Arbeitsform zur Verfügung, die von den Klassenlehrern
betreut wird. Sie sorgen für die Einführung und Einhaltung der Arbeitsregeln
und geben individuelle Hilfestellung.
Aufgaben und Material werden von
den Fachlehrern zusammengestellt.
Zurzeit werden Konzepte erprobt
und überarbeitet, die stärker die selbstständige Arbeitsweise der Schüler im Rahmen der Freiarbeit fördern.
Während der FA-Stunden können die Schüler zudem nach Absprache mit dem
Lehrer die Schulbibliothek nutzen, um zu recherchieren und dort zu arbeiten.
7.4 Die Schulbibliothek
Die große Bibliothek, die im 2011 fertig gestellten Erweiterungsbau ihren
Platz im Zentrum der Schule erhalten hat,
hat für alle Schüler - sowohl für die Schüler der Sekundarstufe I als
auch für die Schüler der Sekundarstufe II - die Funktion eines
Selbstlernzentrums. Die Bibliothekarin ist Ansprechpartnerin für Schüler
und Lehrer.
Während der großen Pausen kann
die Schulbibliothek als Rückzugsmöglichkeit und Raum zum „Schmökern“ genutzt
werden. Auch die Bücherausleihe ist während dieser Zeit möglich.
7.5 Pausengestaltung
Während aller
Pausen gilt das Prinzip der offenen Klassen. Die Klassenräume stehen als
Ruhezonen für die Schüler zur
Verfügung.
Unsere Schule
ist umgeben von Grünflächen. Die Schulhöfe bieten Raum für unterschiedliche
Ballspiele. Wegen der Maßnahmen
für den Erweiterungsbau sind die
Nutzungsmöglichkeiten jedoch zurzeit eingeschränkt. Erste Überlegungen zur
Neugestaltung des Geländes sind bereits erfolgt, sollen noch intensiviert und
nach Abschluss der Baumaßnahmen umgesetzt werden.
Die Schülerhilfe
bietet ein offenes Freizeitangebot. In
den neun Räumen der Schülerhilfe
(Gruppenraum, Cafe, Ruheraum, Gruppenküche, Tischtennisraum, Raum der Stille,
Tanzraum, Billardraum und Büro) bestehen viele Möglichkeiten zu gemeinsamen Aktivitäten
oder zur Entspannung. Für die Unter-
und Mittelstufe ist die Schülerhilfe täglich in der ersten Pause und in der
Mittagspause geöffnet. Für die Oberstufe ist die Nutzung in den Freistunden auf
den Billardraum und auf den Raum der Stille beschränkt.
Während der Mittagspause bestehen abhängig von personellen Ressourcen offene Angebote: z.B.
Besuch des „Internetcafés“, Nutzung der Turnhallen und Kunsträume.
7.6 Mensa
An den langen Schultagen besteht
die Möglichkeit, im Forum / Pädagogischen
Zentrum der Schule während der Mittagspause eine warme Mahlzeit einzunehmen und
das Salatbuffet zu nutzen.
Während der übrigen Pausen ist ein Kioskbetrieb eingerichtet, sodass ein Imbiss eingenommen
werden kann.
7.7 MaxKultur
Diesem Arbeitskreis gehören
Eltern und Lehrer an. Er organsiert für die gesamte Schulgemeinde ein bis zwei
kulturelle Veranstaltungen pro Jahr; so zum Beispiel die Aufführung des Wall
Street Theatre im November 2008 oder
die Führung „Über die Dächer des Doms“ im April 2009.
In
besonderem Maße fühlt sich dieser Arbeitskreis dem Anspruch verpflichtet, der
sich aus der Namensgebung der Schule MAX ERNST ergibt.
8. Ausblick –
Arbeitsschwerpunkte
Das bestehende Förderkonzept wird
zurzeit überarbeitet bzw. fortentwickelt.
Der Fokus liegt
auf folgenden Punkten:
-
Diagnostik
- Binnendifferenzierung / individuelle
Förderung
- Deutsch als Zweitsprache
Fortbildungen
zu diesen Themen sind bereits innerhalb des Kollegenkreises erfolgt, weitere
sind in Planung, um die Nachhaltigkeit der getroffenen Maßnahmen zu
gewährleisten.
Als weiterer
Bereich soll die Förderung von besonders begabten Schülern stärker in den Blick genommen
werden.
Seit Gründung der Schule hat die Freiarbeit im Schulalltag wie im
Schulprogramm einen besonderen Stellenwert.
Zurzeit werden
Organisationsformen erprobt und der Materialbestand erweitert.
Ziel ist, noch stärker das selbstständige
Arbeiten einzuüben, individuelle Stärken und Interessen zu unterstützen und die
Möglichkeit zu geben, individuelle Schwächen aufzuarbeiten.
- Aufbau und Fortschreibung
des Methodencurriculums
- Implementierung des Unterrichtsprinzips
Kooperatives Lernen
Und weiter …
Mit der Fertigstellung des
Erweiterungsbaues und der damit verbundenen
Entwicklung der Schule zur Fünfzügigkeit haben sich neue
Arbeitsschwerpunkte ergeben, die
an verschiedenen Stellen dieses Schulprogramms bereits angesprochen worden sind.
Beispielhaft sind zu nennen:
.